Unser Hotel im Herzen der Zürcher Altstadt ist umfassend renoviert. Und hat einen neuen Namen: Hotel Felix. Benannt nach einem der Zürcher Stadtheiligen Felix und Regula.

 

 Das ist eine unglaubliche Geschichte, die über Jahrhunderte dauert. Wir haben sie in einem Gemälde festhalten lassen. Erzählt mit dem Pinsel vom grossen Maler Wolfgang Beltracchi. Sein Werk hängt nun unübersehbar in unserer Hotellobby.

 

Und hier erzählen wir in Wort, Bild, Audio und in einem Film alles über Felix und Regula und das daraus entstandene Bild. Tauchen Sie ein in diese Wunderwelt – es lohnt sich.

Felix und Regula: Der Weg zum Bild

 

Hotel

Zürich

Felix

Wolfgang Beltracchi

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Das Hotel

Geheimtipp für Städtereisende

Das Hotel: Leichtfüssige Urbanität

Keine Frage: Das Hotel Felix hat alles, was Städtereisende suchen – moderne, schnörkellos und dennoch gemütlich und komfortabel eingerichtete Zimmer. Eine Lobby, in der sich tagsüber Kaffee trinken und abends ein Schlummertrunk geniessen lässt. Und ein junges, aufmerksames Gastgeber-Team, das sich um die Gäste kümmert.

 

Mit klarer Architektur eine leitfüssige Urbanität schaffen: Mit diesem Entwurf hat die Zürcher Architektin Naomi Hajnos im Jahr 2016 den Architektenwettbewerb für die  Neugestaltung des auf Hotel Felix umbenannten ehemaligen Hotels Basilea gewonnen. «Uns hat ihr Konzept gefallen, bei dem in vielen Details eine Annäherung an Zürich stattfindet», sagt Yves Meili, der mit seinem Bruder Raffael das Gebäude vor einigen Jahren für die Meili Unternehmungen gekauft hat.

Eine Annäherung an Zürich: Hotel Felix.

Muster aus dem Zürcher wappen

 

Das Hotel trägt den Namen des Zürcher Stadtheiligen Felix – er wurde wegen seines Glaubens zum Märtyrer –, und auch die verwendeten Materialien haben den lokalen Bezug zur Stadt. Die Bodenplatten zieren Muster aus dem Zürcher Wappen. Dominante Farbe ist Blau: als Wandfarbe und Verkleidung der  Bar, in der Lobby oder als Tapete in den Zimmern – sie soll an den Zürichsee erinnern.

Schmückt die Hotellobby: Beltracchi-Bild.

Ein Gemälde des Künstlers Wolfgang Beltracchi dominiert die Lobby. Es erstreckt sich in einer Länge von knapp fünf Metern und rund zwei Metern Höhe über die ganze hintere Querwand und zeigt, künstlerisch aufgearbeitet, die Geschichte der Zürcher Stadtheiligen vom Altertum bis in die Neuzeit. An die Idee, einen Künstler mit einem solchen stadtgeschichtlichen Werk zu beauftragen, tasteten sich die Brüder Meili langsam heran. «Wir suchten nach einem Künstler, der einen komplexen historischen Stoff interpretieren und ein solches Projekt umsetzen konnte.» Bei Wolfgang Beltracchi brauchte es etwas Überzeugungsarbeit. Doch schliesslich konnte dieser Ausnahmekünstler für das aussergewöhnliche Projekt gewonnen werden. Nach monatelanger künstlerischer Arbeit wurde das Bild schliesslich am 27. August 2020 in der Lobby aufgehängt.

Kostbare Fracht ...

Bilder © Alberto Venzago

... wird im Atelier eingepackt ...

... und im Hotel aufgehängt.

Kunst ist im ganzen Haus sparsam, aber gezielt platziert. Die vier Stockwerke sind vier Zürcher Persönlichkeiten gewidmet, deren Porträts in Pop-Art-Style grossformatig am Ende der Flure hängen: Huldrych Zwingli; Alfred Escher; Gottfried Keller und Emilie Kempin-Spyri. Nicht-Zürich-Aficionados sei hier erklärt, um wen es sich handelt: Huldrych Zwingli (1484–1531) ist neben Martin Luther und Johannes Calvin einer der Reformatoren und hat die reformierte Stadt geprägt. Alfred Escher (1819–1882), einer der grossen Söhne Stadt, war nicht nur Politiker und Unternehmer, sondern hat durch den Bau des Gotthardtunnels der Schweiz das Tor zum Süden geöffnet. Gottfried Keller (1819–1890) gilt als Schweizer Nationaldichter und Emilie Kempin-Spyri (1853–1901) war die erste Frau, die in der Schweiz als Juristin promovierte und habilititierte.

Afred Escher

Gottfried Keller

Emilie Kempin-Spyri

Huldrych Zwingli

Lustwandeln in Zürich

 

Mehr «Zürich» gibt es in jedem einzelnen Zimmer. Über dem Bett hängt eine Fotografie einer speziellen Lokalität der Stadt: die Bahnhofstrasse natürlich; das Opernhaus und der Prime Tower. Das Utoquai und der Cassiopeiasteg oder die Werft Wollishofen. Neben den Fotos stehen die exakten geografischen Koordinaten. Optische Appetithäppchen sind’s für Besucher, die lustwandeln wollen in der Stadt an der Limmat.

Die Stadtheiligen

Kein Glück im Leben

Die Stadtheiligen: Felix und Regula

Der Name allein sollte glücklich machen: Felix. So haben die Römer diejenigen genannt, mit denen es das Leben gut meinte. Wohl deshalb ist Felix bis heute ein beliebter Name für Jungen. Für den Namensgeber des Hotels Felix gilt jedoch «nomen est omen» nicht. Das Glück ist ihm zu Lebzeiten nicht hold. Zu Ruhm als Stadtheiliger Zürichs kommt Felix erst posthum. Und dies auch erst, nachdem er zusammen mit seiner Schwester Regula gefoltert und an der Limmat enthauptet worden ist. Das ist fast 2000 Jahre her.

 

Wir gehen zurück in das frühe vierte Jahrhundert nach Christus. Das Römische Reich erstreckt sich weit über Europa hinaus und rund um das Mare Nostrum – von Marokko über das alte Ägypten bis in die heutige Türkei. Die Geschwister Felix und Regula, zwei junge Ägypter, dienen als Legionäre im römischen Heer. Sie sind Christen, getauft und gläubig,  gehören einer religiösen Minderheit an, deren Anhänger von Kaiser Maximian ohne Gnade verfolgt werden. Sie sind – so erzählt es die Legende – Mitglieder der Thebäischen Legion, einer ausschliesslich christlichen Heereseinheit. Während einer Schlacht in Gallien weigern sich die Legionäre, ihre christlichen Brüder zu morden, und missionieren stattdessen die Gegner auf dem Schlachtfeld. Die römischen Machthaber sehen das als Gefahr für die Disziplin im Heer und die römische Autorität in den Provinzen. Es ist die Zeit der Christenverfolgungen, und auch in der Thebäischen Legion werden religiöse Abweichler kurzerhand getötet.

 

Nach Turicum geflüchtet

 

Felix und Regula aber gelingt zusammen mit ihrem Diener Exuperiantius die Flucht: Sie gelangen schliesslich über den Furka und das Urner Gebirge in das Glarnerland und sogar bis nach Turicum, wie Zürich damals hiess. Dort führen sie ein mönchisches Leben, fasten und beten. Es dauert nicht lange, bis die Kunde von missionierenden christlichen Fremden dem römischen Statthalter von Turicum, Decius, zu Ohren kommt. Der Machthaber fordert das Trio auf, ihre missionarischen Aktivitäten sofort einzustellen – die Geschwister und ihr Diener lassen sich aber nicht davon abbringen, das Wort Jesu zu verkünden. Decius versucht, Felix und Regula unter Folter dazu zu zwingen, den römischen Göttern Jupiter und Merkur zu huldigen. Als dies nichts fruchtet, lässt er den drei kurzerhand den Kopf abschlagen.

Zürcher Stadtsiegel.

Ihre posthume Karriere als Stadtheilige verdanken Felix, Regula und Exuperiantius jedoch weniger ihrem grausamen Tod, sondern der Legende  Engel hätten die Körper der Enthaupteten, die ihre Köpfe in den Händen hielten, vierzig Schritte weit einen Hügel hinaufgetragen bis an die Stelle, an der heute das Grossmünster steht. Die ältesten Zeugnisse dieser Legendenbildung liegen in der Klosterbibliothek in St. Gallen und stammen aus dem 8. Jahrhundert. Und Exuperiantius, die dritte Figur, kommt erst im 13. Jahrhundert hinzu.

 

Als Heilige verehrt

 

Vermutlich hat die Legendenbildung rund um die christlichen Märtyrer im streng katholischen Mittelalter der Stabilisierung der Religion gedient. Felix und Regula wurden damals als Heilige verehrt, der Ort ihrer Hinrichtung, die Grabesstätte werden zu Pilgerstätten. Im 14. Jahrhundert sind Felix und Regula allgegenwärtig: auf Münzen und Siegeln, auf Altarbildern und Kirchenfenstern. Bis zum heutigen Tag sind sie bei den Behörden präsent: Die kopflosen Stadtheiligen zieren den Stempel des Kantons Zürich. Erst die Reformation macht dieser Heiligenverehrung ein Ende: bildliche Darstellungen von Heiligen werden verboten.

Regula und Felix auf der Altartafel der Kapelle Spannweid in Zürich.

Die Stadtheiligen im Kreuzgang des Klosters Muri.

Zürcher Wasserkirche um 1700.

Das Bild

Erzählung mit dem Pinsel

Das Bild: Ein echter Beltracchi

«Tja, was malt man überhaupt, wenn man den Auftrag hat, ein Bild über die Zürcher Stadtheiligen Felix und Regula zu malen?» Wolfgang Beltracchi steht in seinem Atelier, einem ehemaligen Tanzsaal im Luzernischen, als er diese Frage in gedehnten Worten formuliert. Er legt den Kopf leicht zur Seite, als sich schon die nächste Frage Raum verschafft in dieser Manufaktur der Malerei. «Wo fängt man an», fragt er sich in einem Anflug von Selbstgespräch, «wo hört man auf?»

 «Wo hört man auf?», Wolfgang Beltracchi.

Bilder © Alberto Venzago

Nun ist Wolfgang Beltracchi im Geiste zurück am Ausgangspunkt dieses Projekts namens Felix und Regula. Erzählt davon, wie er alles verschlungen habe, was ihm über die geköpften Stadtheiligen in die Finger gekommen sei. Dieses Wissen sortiert er nach Legenden und Sagen und auch dem, was gewesen sein könnte. Was er auf die Leinwand bringen will, ist schliesslich keine historische Abhandlung über ein paar Jahrhunderte Stadtgeschichte an der Limmat – sondern höchstens seine eigene Vorstellung, ein Bild dessen, was sich dort tut mit Felix und Regula. Im Altertum. Im Mittelalter. Bis in die Neuzeit des Huldrych Zwinglis.

 

Erzählt mit dem Pinsel

 

So begleiten uns die Stadtheiligen durch die drei Zeitabschnitte dieses knapp zwei Meter hohen und über viereinhalb Meter langen Opus magnum in Öl. Neben Felix und Regula wabern allerhand Lebewesen und Gestalten durch diese Farbenwelt. In der Frühzeit etwa der helvetische Kriegsgott Caturix. Natürlich auch Decius, der grausame römische Stadthalter in Zürich, der Felix und Regula enthaupten liess, weil sie ihrem christlichen Glauben nicht abschwörten. Und frühzeitlich-sagenhaftes Getier: ein Einhorn; Drachen und Schlangen; eine Eule als Symbol der Weisheit. Später der Heerführer der Alten Eidgenossenschaft, Hans Waldmann, oder Zürichs Bürgermeister Rudolf Stüssi und schliesslich der grosse Reformator Zwingli.

«Wie ein Bürolist», Wolfgang Beltracchi

Bilder © Alberto Venzago

Drei Monate lang hat Wolfgang Beltracchi an diesem Bild gemalt, einem Transchronischen Kaleidoskop, wie das Fachleute nennen. «Wie ein Bürolist», sagt er und lacht, ist er jeden Morgen, sieben Tage die Woche in sein Atelier gekommen, hat sich zunächst auf einen Klappstuhl gesetzt und sein Werk betrachtet. Es ist eine Zeit der Einkehr, um immer wieder in sein Bild zu versinken. Erst dann nimmt er seine Palette mit sechzig Farben zur Hand, die er zu immer neuen Farbtönen zusammenmischt, und erzählt die Geschichte von Felix und Regula mit seinem Pinsel weiter.

Reif wie eine Frucht

 

Am Morgen des letzten Tages sagt Wolfgang Beltracchi zu seiner Frau Helene: «Heute, etwa um sechs ist das Bild fertig.» Er hat das im Gefühl. Und als an einem warmen Sommertag im August 2020 die Uhrzeiger stramm in einer Linie stehen, legt er den Pinsel weg. Wolfgang Beltracchi spürt ein Glücksgefühl. Auch Stolz. Das Bild ist für ihn jetzt «wie eine Frucht, die reif ist». Und für den Maler gibt es dann zum Abschied von seinem Werk ein Gläschen Champagner.

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Und hier erzählen wir in Wort, Bild, Audio und in einem Film alles über Felix und Regula und das daraus entstandene Bild. Tauchen Sie ein in diese Wunderwelt – es lohnt sich.

Unser Hotel im Herzen der Zürcher Altstadt ist umfassend renoviert. Und hat einen neuen Namen: Hotel Felix. Benannt nach einem der Zürcher Stadtheiligen Felix und Regula.

 

 Das ist eine unglaubliche Geschichte, die über Jahrhunderte dauert. Wir haben sie in einem Gemälde festhalten lassen. Erzählt mit dem Pinsel vom grossen Maler Wolfgang Beltracchi. Sein Werk hängt nun unübersehbar in unserer Hotellobby.

 

Und hier erzählen wir in Wort, Bild, Audio und in einem Film alles über Felix und Regula und das daraus entstandene Bild. Tauchen Sie ein in diese Wunderwelt – es lohnt sich.

Kostbare Fracht ...

Bilder © Alberto Venzago

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